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8. Wichtige Worte

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Primus ist verblüfft. Eben hat Markus ihm erzählt, dass der Mann an den die Steine in Primus´ Beutel erinnern der Rabbi Jesus war. An diesen Rabbi Jesus erinnern auch die Steine in Markus Beutel. Beide Männer haben also Jesus- Geschichten gesammelt.
„Markus, jetzt interessiert es mich umso mehr, was du noch von deinem Rabbi Jesus zu erzählen hast“, sagt Primus. „Schließlich trage ich nun schon ein Leben lang diese Geschichten von ihm mit mir herum.“
Markus zieht seinen Beutel hervor und legt sorgfältig alle Steine zur Seite, deren Geschichten er schon berichtet hat. In einem dunklen Stein fängt sich ein Sonnenstrahl und er leuchtet kurz auf. Markus legt ihn in seine flache Hand und beginnt: „Ich möchte dir und Quintus gerne erzählen, was passiert ist, als Jesus mit uns in Jerusalem angekommen war. Du hast ja gesehen, wie die Menschen ihn begrüßten. Viele sagten: das ist ein Engel. Manche sagten auch, Jesus sei ein König, der König der Juden. Ein Freund von mir behauptete sogar, Jesus sei Gott.
Wie auch immer. Auf jeden Fall war mein Rabbi Jesus ein kluger Mann. Und er war Jude- so wie ich. Als wir an diesem Tag nach Jerusalem kamen, war schon ein großes Gedränge in den Gassen, denn unser größtes Fest, das Pessachfest, stand vor der Tür. Du hast es ja erlebt, Primus: Himmel und Menschen waren auf den Beinen und die Stände der Marktleute waren beinahe leer, denn alle Familien hatten für das Festessen eingekauft und alles schön hergerichtet. Mit dem Pessachfest feiern wir, dass Gott uns Juden vor langer, langer Zeit aus Ägypten befreit hat. Dort waren die Juden Sklaven, also Gefangene und mussten hart arbeiten.“
Markus seufzt. Er bricht ein Stück von dem Brot ab, das Julia zusammen mit einem Krug Wasser im Hof bereitgestellt hat. Er gibt ein Stück Brot an Quintus weiter und der kleine Junge steckt sich ein großes Stück in den Mund: „Erzähl weiter!“, bittet Quintus. Weil sein Mund so voll ist, pustet er beim Sprechen kleine Brotkrumen aus. Primus lacht: „Erst essen- dann erzählen!“, ermahnt er Quintus und zwinkert ihm zu. „Jesus suchte für sich und seine Freunde einen Raum, um das Fest zu feiern“, fährt Markus nachdenklich fort. „Wir kamen in einem größeren Raum unter, den Freunde in ihrem Haus uns anboten und richteten alles für das Fest. An unserem Pessachfest gibt es ganz besondere Dinge zu essen, die alle eine Bedeutung haben: Brot, das so gebacken wird, dass es ganz schnell fertig ist zum Beispiel. Es erinnert daran, dass die Juden sich in Ägypten ganz schnell auf den Weg machen mussten, als sie aus dem Land flohen. Oder salziges Wasser, das an die Tränen der Gefangenen in Ägypten erinnert. Das Fest feierten wir mit Jesus so, wie wir Juden das jedes Jahr tun. Aber etwas war anders als sonst.“
Markus schweigt.
Quintus ist schrecklich gespannt und fragt schnell: „Und was war anders?“ „Naja“, sagt Markus „während des Essens versuchte Jesus uns Freunden etwas zu erklären. Als er uns das Brot austeilte sagte er: „Nehmt und esst: das hier ist mein Leib.““ Markus ist ganz in Gedanken versunken und reicht das Brot in seiner Hand an Quintus weiter. „Und als er uns den Wein ausschenkte, sagte Jesus „Nehmt und trinkt: das ist mein Blut.“ Wir waren es gewohnt, dass unser Rabbi manchmal komische Dinge sagte.“ Markus zuckt die Schultern. „Aber wenn wir gewusst hätten, dass er kurze Zeit später sterben würde- dann hätten wir sicher noch mit anderen Ohren gehört, was er uns damals sagte.“
Markus dreht sich zu Primus um, der neben ihm sitzt: „Ich glaube, ganz verstanden habe ich seine Worte bis heute nicht. „Das ist mein Leib. Das ist mein Blut“, sagte mein Rabbi zu Brot und Wein. Hast du so etwas schon mal gehört?“

 

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