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9. Kinderkreuzweg

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Der Kreuzweg besteht aus zwei Teilen:

  • Teil I greift die schon bekannten Geschichten von Primus und Markus auf (eine Variante für Kinder, die die Geschichten nicht kennen, stellen wir auch zur Verfügung , s.u.)
  • Teil II erzählt die eigentliche Karfreitagsgeschichte in Abschnitten und ordnet sie Stationen zu.

Wir empfehlen, dass der Leiter (L) des Gottesdienstes durch Sprecher (S) unterstützt wird. Das kann eine Person pro Station sein, evtl. auch ein Kind, das schon gut lesen kann, oder aber ein Sprecher für alle Stationen.

Kinderkreuzweg - Teil 1

Begrüßung und Kreuzzeichen

Lied

Einführung
L: Schön, dass ihr da seid! Einige von euch kennen schon Primus und Markus, die beiden Männer, die uns durch die Fastenzeit begleiten und für jede Geschichte, die sie mit Jesus erlebt haben einen Erinnerungsstein gesammelt haben.
Heute erzählen die beiden uns von einer traurigen Geschichte, von dem Tag, an dem Jesus gestorben ist. Diese Kerze hier steht für Jesus, an den sich Primus und Markus gerne erinnern. Einige Geschichten kennt ihr schon. Schaut mal!

Station 1.1 Palmsonntag | grüner Glimmerquarzit

S: „Ich erinnere daran, dass Jesus wie ein König begrüßt wurde, als er in Jerusalem einzog.“
Symbol: Palmzweig

Station 1.2 Abendmahl | dunkler Quarzit

S: „ Ich erinnere an das Festessen von Jesus und seinen Jüngern. Ich erinnere auch an die wichtigen Worte Jesu: Das Brot ist mein Leib- der Wein ist mein Blut.“
Symbol: Kelch und Hostienschale

Station 1.3 Verrat | Magma

S: „Ich erinnere an Judas, der Jesus verraten hat und ein schlechtes Gewissen hatte.“
Symbol: Geldbeutel oder Entschuldigungskarte aus dem entsprechenden Impuls-Material

Station 1.4 Verleugnung | schwarz-weißer Naturgranit

S: „Ich erinnere an Petrus, den Freund von Jesus. Er hat sich nicht getraut zu sagen, dass er Jesus kennt. Er hatte Angst.“
Symbol: Petrus-Karte aus dem entsprechenden Impuls

Station 1.5 Verurteilung | Schiefer

S: „Ich erinnere an Pontius Pilatus, der Jesus verurteilt hat.“
Symbol: Schwert

Ablauf pro Station in Teil I des Kinderkreuzwegs:

Kinder tragen die wichtigsten Informationen zu den Steinen bzw. Geschichten zusammen, L stellt die Kerze immer zu dem Stein, der gerade von den Kindern vorgestellt wird. 

Damit den Kindern klar wird, welche Station gerade im Focus steht, wird eine brennende Kerze an der entsprechenden Stelle auf den Weg gestellt.
Wenn ein Kind erzählt hat, liest ein Sprecher den entsprechenden Sprechblasen- Text zu dem Stein vor. Der Text wird neben den Stein auf den Weg gelegt.
Wer möchte, ergänzt die Station durch ein Symbol
Zum Abschluss jeder Station wird ein Liedruf gesungen (Vorschlag: Refrain des Aktionsliedes wie in Teil II oder ein Kyrie- Ruf)

Kinderkreuzweg - Teil 1 | VARIANTE

Die Variante von Teil 1 kann benutzt werden, wenn die teilnehmenden Kinder die übrigen Geschichten nicht kennen:

L: Schön, dass ihr da seid! Heute hört ihr die Geschichte von Primus und Markus. Die beiden alten Männer haben Jesus gekannt. Primus war römischer Soldat, Markus ein Freund von Jesus. Für besondere Tage in ihrem Leben haben die beiden Erinnerungssteine gesammelt. Drei solcher Steine habe ich euch hier mitgebracht.

Station 1.1 Einzug in Jerusalem | grüner Glimmerquarzit

L: Dieser grüne Stein (grüner Glimmerquarzit) erinnert die beiden an den Einzug Jesu in Jerusalem. Damals wurde Jesus einige Tage vor seinem Tod wie ein König von den Menschen begrüßt. Sie haben ihm mit Palmzweigen zu gewunken und sich sehr gefreut, als er auf einem Esel in Jerusalem eingezogen ist. 

Stein wird als erster Stein auf den Weg gelegt

S: „Ich erinnere daran, dass Jesus wie ein König begrüßt wurde, als er in Jerusalem einzog.“
Kerze wird dazugestellt
Symbol (Palmzweig )wird dazugelegt

Liedruf

Station 1.2 Abendmahl | dunkler Quarzit

L: Dieser dunkle Stein (dunkler Quarzit) erinnert an einen besonderen Abend: am Abend bevor Jesus gestorben ist, hat er mit seinen Freunden ein Fest gefeiert. Dabei hat er wichtige Worte gesagt, die ihr sicher auch schon im Gottesdienst gehört habt. Als er das Brot teilte, sagte er „Das ist mein Leib“ und als er den Weinkelch herumgehen ließ, sagte er: „Das ist mein Blut“.
Stein wird auf den Weg gelegt.

S: „ Ich erinnere an das Festessen von Jesus und seinen Jüngern. Ich erinnere auch an die wichtigen Worte Jesu: Das Brot ist mein Leib- der Wein ist mein Blut.“

Kerze wird dazugestellt
Symbole (Kelch und Hostienschale) werden dazugestellt

Liedruf

Station 1.3 Verurteilung | Schiefer

L: Dieser Stein (Schiefer) erinnert Markus und Primus an Pontius Pilatus. Der Römer war Statthalter in Jerusalem. Der römische Kaiser war Herrscher- auch in Israel. Da konnte es keinen König Jesus geben. Deshalb verurteilte Pontius Pilatus Jesus zum Tode.
Stein wird als erster Stein auf den Weg gelegt

S: „Ich erinnere an Pontius Pilatus, der Jesus verurteilt hat.“

Kerze wird dazugestellt
Symbol (Schwert) dazugelegt

Liedruf

Kinderkreuzweg - Teil 2

Station 2.1: Traurigkeit

L: Heute gehen wir gemeinsam mit Primus und Markus in Gedanken die letzten Schritte auf dem Lebensweg von Jesus. Wir gehen mit Jesus bis an das Kreuz, an dem er gestorben wird. Jeden Schritt markiert auf unserem Weg ein besonderer Stein. Nicht nur Primus und Markus erzählen mit ihren Erinnerungssteinen von Jesus. Heute sprechen sogar die Steine selbst.

Lied: Stein für Stein (Aktionslied)

Kerze wird zum ersten Wegstein gestellt.

Geschichte
S: Wieder ist ein Tag vorüber gegangen. Primus und Markus haben beschlossen, noch einen kurzen Spaziergang durch die Gassen zu machen, bevor Primus sich auf den Weg zurück zu seinem Zimmer macht. Der Tag war lang und es war heiß. Nun genießen die beiden alten Männer den kühlen Wind. Der Himmel leuchtet noch leicht rosa. Am Horizont geht die Sonne unter.
Markus hat seinen Geschichtenbeutel wieder an seinem Gürtel verknotet. Bei jedem Schritt hört man ein leises Klicken oder ein reibendes Knirschen in dem kleinen Lederbeutel. Primus hält seinen Beutel in der Hand: „Möchtest du noch eine Geschichte hören?“, fragt er Markus. „Es ist eine traurige Geschichte. Aber ich finde, sie passt gut zu diesem Abend heute.“ Markus nickt. „Ich glaube, du willst mir erzählen, wie Jesus gestorben ist. Ich erinnere mich auch an diesen Tag. Aber ich bin gespannt, wie du ihn erlebt hast.“
Primus nickt leicht. Dann nimmt er eine Tonscherbe aus seinem Beutel, betrachtet sie von allen Seiten und reicht sie Markus. „Es ist ja die Geschichte eines Tages, den wir beide erlebt haben. Halte du ruhig meinen Erinnerungsstein in der Hand.“

Aktion
L: Könnt ihr euch vorstellen, warum ausgerechnet eine Scherbe an diese Geschichte erinnert?
Kinder sammeln: zerbrochen, kaputt, ein Stück, kein Ganzes…

S: „Ich bin ein zerbrochener Ziegelstein auf der Straße, die Jesus gegangen ist. Ich erinnere daran, dass Jesu Tod die Menschen traurig macht.“ (Sprechblase wird zum Stein gelegt).

L: Auch ihr hört ja nun, was Primus erzählt. Deshalb dürft auch ihr, wie Markus, eine Tonscherbe in den Händen halten.

Lied: Während des Austeilens wird der Liedruf beliebig oft gesungen.

Station 2.2 Hilfsbereitschaft

Die Kerze wird zum zweiten Wegstein gestellt.

Geschichte
S: Primus geht langsam und gebückt noch einige Schritte. Dann bleibt er stehen und beginnt zu erzählen: „Wir waren unterwegs, wir Soldaten. Pontius Pilatus hatte uns rufen lassen. Gegen Mittag waren wir dann mit unserem Gefangenen Jesus auf dem Weg nach Golgota hinauf. Du erinnerst dich sicher an den Ort: hoch oben zwischen den Felsen. Nicht nur Jesus sollten wir dort kreuzigen. Wir sollten auch noch zwei weitere Verbrecher töten. Auf dem Weg den Berg hinauf hielten uns immer wieder Leute an, die Jesus helfen wollten. Einer trug sogar sein Kreuz ein ganzes Wegstück. Und eine Frau stand am Wegrand, die Jesus ein Tuch gab, damit er sich den Schweiß von der Stirn wischen konnte.“
Markus nickt: „Die Frau hieß Veronika. Ich kannte sie gut“.

Aktion
Ein Tuch wird zum Stein gelegt.

S: „Ich bin der Stein der Straße, auf dem Veronika kniete und Jesus das Tuch gab.“ (Sprechblase wird zum Stein gelegt)

Lied: „Stein für Stein (Aktionslied)“

Station 2.3 Schadenfreude

Die Kerze wird zum dritten Wegstein gestellt.

Geschichte
S: Markus sagt: Ich war bei den Menschen, an denen ihr Jesus vorbeigeführt habt. Ich erinnere mich: Jesus sah ruhig aus, gar nicht so wie einer, der große Angst hat. Dabei hatte er doch eine schreckliche Nacht hinter sich: er war zwar noch lange mit seinen Freunden am Ölberg zusammen, aber er muss sich schrecklich gefürchtet haben. Und dann wurde er gefangen genommen und zum Tod verurteilt. Nein, das konnte ich nicht verstehen, dass er so gelassen wirkte.“
Primus schaut auf seine Füße hinunter: „Es war nicht richtig, was wir gemacht haben. Das weiß ich. Aber es war eben unsere Aufgabe. Was sollten wir machen, als Soldaten des römischen Kaisers? Wir haben die Verbrecher also nach Golgota gebraucht und gekreuzigt. Über Jesus haben wir uns lustig gemacht. Schließlich sagten die Leute, er sei der König der Juden. Das haben wir dann aus ihm gemacht: wir haben ihm eine Krone gebastelt und ein Schild an das Kreuz genagelt. Die Krone haben wir aus Dornenzweigen gemacht und auf das Schild haben wir geschrieben: „Jesus von Nazareth. Der König der Juden.“ Einer meiner Freunde hatte einen Würfelbecher dabei. Jesus hatte ja kein Geld dabei und auch sonst nichts Wertvolles. Aber sein Gewand, das konnten wir gebrauchen. Wir haben ein Würfelspiel gespielt und der Gewinner konnte das Gewand mit nach Hause nehmen. “

Aktion
Dornenkrone und Würfelbecher werden zu dem Stein gelegt.

S: „Ich bin der Stein der Straße, auf dem die Soldaten sich über Jesus lustig gemacht und um seine Kleider gewürfelt haben. “

Lied: „Stein für Stein" (Aktionslied)

Station 2.4 Tod

Die Kerze wird zum vierten Wegstein gestellt.

Geschichte
S: Markus hört Primus zu. Er muss weinen. Jesus ist schließlich sein Freund. Wenn er daran erinnert wird, wie Jesus damals getötet wurde, wird ihm auch nach vielen Jahren noch schwer ums Herz. Er drückt mit seiner Hand fest den Stein in seiner Hand. Der Stein fühlt sich hart und kantig an, aber die Hand hat ihn erwärmt und er ist nicht mehr kalt.
Die Sonne ist untergegangen. Im dunklen Schatten der Häuser verabschieden sich Primus und Markus.

Aktion
Ein Kreuz wird neben den Stein gelegt.

S „Ich bin ein Stein, der neben dem großen Kreuz lag, an dem Jesus gestorben ist.“

Lied: „Stein für Stein (Aktionslied)“

Abschluss
L: Wie die Tonscherbe in eurer Hand erinnert uns ein Gebet an Jesus. Wir wollen es gemeinsam beten. Dafür öffnen wir die Hand, in der die Tonscherbe liegt, wie eine Schale. Vater Unser…

[Wer möchte, kann das Vater Unser auch als Lied singen]

Gebet
L: Guter Gott, die Steine auf unserem Weg hier erinnern an Jesus- Geschichten. Heute erzählen die Steine uns etwas Trauriges. Gott, ich erlebe auch manchmal Dinge, die mich traurig machen. Pass besonders gut dann auf mich auf, wenn es mir nicht gut geht. Amen.

Segen
(Kinder reichen sich die Hand und sprechen gemeinsam):
Geschichtensammler sind auch wir,
Jesus, wir erzählen von dir.
Gott, segne und beschütze dich
(jedes Kind zeichnet seinem linken Nachbarn ein Kreuz auf die Stirn),
Gott segne und beschütze mich
(Kinder formen die Hände zu einer Schale).
Amen.

Anmerkung

Wir haben bewusst kein Lied an den Schluss gesetzt. Wen das „offene Ende“ so aber stört, dem empfehlen wir ein ruhiges Schlusslied.

 

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